Freiw. Feuerwehr Eimersdorf

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
+++ Die Feuerwehr Eimersdorf nimmt am Jedermannslauf der Auto-Reiter-Meile am Sonntag, dem 12.09.10 - 10:30 Uhr - teil +++ um zahlreiche Unterstützung wird gebeten, um den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen +++
Start Aktive Ausbildung Können Gaffer zu Helfern werden?
E-Mail Drucken PDF

Können Gaffer zu Helfern werden?

gafferSie sind nie willkommen, aber immer vor Ort: Zuschauer bei Rettungsmaßnahmen. Nach zahlreichen unschönen Vorfällen hat die Feuerwehr kaum Grund, ihnen etwas Positives abzugewinnen. Oder doch? Es wird geraten, Schaulustige in die Hilfeleistung einzubeziehen. Aber funktioniert das in der Praxis?

"Gaffer sind das Schlimmste, was man sich vorstellen kann" - sagte einmal ein stellvertretender Kreisbrandrat. Und brachte auf den Punkt, was viele Einsatzkräfte denken.

Anlass war ein Verkehrsunfall, bei dem ein tödlich verletztes und stark entstelltes Kind, das Feuerwehrleute mit einer Plane abgedeckt hatten, von einer Schaulustigen wieder aufgedeckt wurde.

Warum machen Menschen so etwas? Die Psychologie kennt Gründe dafür (siehe Fachartikel „Die Psychologie des Gaffens“), nur hilft das reine Verständnis im Alltag kaum weiter.

Konkreter werden da die Handlungshilfen aus Fachliteratur und Online-Ratgebern.

Immer schön ruhig bleiben…
…lautet das oberste Gebot. Wortwahl und Tonfall sind entscheidend, sonst sind Konflikte vorprogrammiert. Leicht gesagt. In Stresssituationen relaxt zu klingen, bedarf einer gewissen Übung, es sei denn man zählt zu den sprichwörtlichen „Felsen in der Brandung“.
Doch zumindest bei Anweisungen und Durchsagen sollten Sie sich um einen ruhigen, tiefen Tonfall bemühen. Hört man eine gereizte Grundstimmung heraus, kann das beim Empfänger Widerstand und Aggressionen auslösen.

Entscheidend ist auch die Wortwahl. Weisen Sie kurz und präzise auf den Ernst der Lage und eine mögliche Selbstgefährdung der Zuschauer hin. Es wird empfohlen, das alles in Rollenspielen zu üben.

Zuschauer einbinden

Sie stehen während der technischen Hilfeleistung sowieso herum, und das meistens im Weg - also gilt es, das Unangenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. So lautet ein weit verbreiteter Ratschlag für den Umgang mit Schaulustigen: Aufgaben übertragen. Als Beispiel werden unter anderem genannt:

  • eine Gasse für Rettungswagen freihalten
  • Rettungswagen einweisen
  • Decken besorgen
  • Namen von Zeugen notieren
  • Infusionsflaschen oder Feuerlöscher halten
  • andere Schaulustige zurückhalten
  • mit Verletzten reden
  • nach weiteren Verletzten suchen

  • Auf diese Weise kann ein Effekt erzielt werden, der gleich in mehrfacher Hinsicht positiv ist: Die - bei Laien oft vorhandene - Hemmschwelle zur Hilfeleistung bei Unfällen sinkt, die Zuschauer gewinnen mehr Verständnis für die Situation.

    Und die Helfer erhalten weitere Unterstützung. Im Idealfall. Fraglich bleibt natürlich, ob so ein Miteinander in der Praxis immer funktioniert.
    Ein paar Tipps sollen helfen.

    Den „Gaffer-Effekt“ ausschalten

    Alle schauen zu, aber kaum einer mischt sich ein – diesen Effekt haben Forscher in verschiedenen Studien beobachtet. Je größer die Menschenmenge, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass einer heraustritt und den Anfang macht.

    Das hat sozialpsychologische Ursachen, der einzelne orientiert sich am Verhalten der anderen in seiner Nähe. Herdentrieb, nennt man es bei Tieren. Wird eine ganze Menschenmenge angesprochen, fühlt sich meist niemand aufgerufen, als erster zu handeln.

    Im Gegenzug aber bedeutet das: Sobald einzelne Personen als Helfer gewonnen werden konnten, ist mit einer Modellwirkung zu rechnen. Anderen Zuschauern fällt es jetzt leichter, Hilfe zu leisten oder den Platz zu räumen.

    Konkrete Anweisungen geben

    Der Mensch möchte hören, dass er gemeint und was zu tun ist: „Sie mit der blauen Mütze, bitte spannen Sie dieses Absperrband um den großen Platz hier. Der Rettungswagen trifft gleich ein!“. Ein vages „Zurückbleiben!“ oder „Kann mal jemand helfen?“ dagegen geht schnell unter oder kann zu Chaos führen.

    Wenn Zuschauer das Gefühl bekommen, ein wichtiger Bestandteil der Rettungskette zu sein, fühlen sie sich ernst genommen und werden ein anderes Bewusstsein für die Situation entwickeln.

    Immer noch ruhig bleiben?

    Der 31. Mai 2008 in Berlin-Wedding: Ein neunjähriger Junge läuft zwischen parkenden Autos auf die Straße und wird von einem Fahrzeug angefahren. Das Kind erleidet einen offenen Unterschenkelbruch. Als sich Feuerwehrleute um die medizinische Versorgung kümmern, fehlt auch das Publikum nicht. Die Situation eskaliert. Ein 40-jähriger Mann beleidigt die Helfer, die Meute stimmt nach und nach mit ein.
    Schließlich werden die Einsatzkräfte von ungefähr 30 Schaulustigen bedrängt und behindert. Die Gruppe beruhigt sich erst, nachdem die herbeigerufene Polizei mehrere Platzverweise ausgesprochen hat.

    Fazit

    Es gibt Möglichkeiten, mit dem Phänomen Schaulust während der technischen Hilfeleistung auf förderliche Weise umzugehen. Dennoch erfährt man viel über Ärger, aber wenig über Praxisbeispiele, in denen Gaffer erfolgreich einbezogen werden konnten.

    Christine Lendt, Fachjournalistin

    Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Februar 2010 um 22:45 Uhr  

    das Neueste in Kürze

    Lauftreff

    Lauftreff immer montags um 18:30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus, soweit nichts anderes vereinbart wird.




    Hochwassermeldedienst

    Unter Service -> Links -> Natur und Umwelt können die aktuellen Pegelstände der Nied und Hochwasserwarnungen für Saar, Blies, Nied und Prims abgefragt werden. Neu hinzugekommen: Grasland-Gefahrenindex und Waldbrand-Gefahrenindex




    Anmeldung

    Zugang nur für Mitglieder der Freiw. Feuerwehr Eimersdorf

    Benutzermenü

    Besucher

    mod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_countermod_vvisit_counter
    mod_vvisit_counterHeute9
    mod_vvisit_counterGestern56
    mod_vvisit_counterdiese Woche9
    mod_vvisit_counterdiesen Monat287

    Wer ist online

    Wir haben 21 Gäste und 3 Benutzer online
    • ffw_werner
    • ffw_tommy

    Weisheiten

    Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen
    sondern das Handeln.
    Herbert Spencer, engl. Philosoph (1861)

    Kalender

    September 2010
    So Mo Di Mi Do Fr Sa
    29 30 31 1 2 3 4
    5 6 7 8 9 10 11
    12 13 14 15 16 17 18
    19 20 21 22 23 24 25
    26 27 28 29 30 1 2
    Oktober 2010
    So Mo Di Mi Do Fr Sa
    26 27 28 29 30 1 2
    3 4 5 6 7 8 9
    10 11 12 13 14 15 16
    17 18 19 20 21 22 23
    24 25 26 27 28 29 30
    31 1 2 3 4 5 6

    neueste Termine

    Son, 12.09.10 *** 08:00 - 10:00
    Übung
    Son, 12.09.10 *** 10:30 - 12:00
    Auto-Reiter-Meile
    Sam, 18.09.10 *** 16:00 -
    Zusatzübung mit Siersburg

    Warnungen

       Unwetterwarnungen

     

       Waldbrandgefahr



       © Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD),
        by Helge Hoppe